Picturefishing: Was Fotografie und Fliegenfischen gemeinsam haben
Ich wurde einmal gefragt, warum ich stundenlang an einem Bach sitze und auf einen Fisch warte, den ich am Ende gar nicht mitnehme. Die gleiche Frage könnte man über Fotografie stellen: Warum stehe ich um 4 Uhr morgens auf dem Gipfel und warte auf Licht, das vielleicht gar nicht kommt?
Die Geduld des Wartens
Fliegenfischen und Fotografieren lehren beide dieselbe Tugend: Geduld. Man kann das perfekte Licht nicht herbeirufen. Man kann nur bereit sein, wenn es kommt. Das ist eine Haltung, die mich auch im Alltag begleitet hat.
Das Verhältnis zur Natur
Wer stundenlang im Freien wartet, nimmt die Natur mit anderen Augen wahr. Das Zwitschern eines Vogels wird bedeutsam. Eine Wolke, die langsam über den Gipfel zieht, erzählt eine Geschichte. Man hört auf, durch die Landschaft zu hasten, und beginnt, in ihr zu sein.
Der Moment des Auslösens
Wie beim Fliegenfischen, wenn der Fisch anbeißt: Der Moment des Auslösens ist eine Sekunde, für die man alles vorher investiert hat. Der Rest ist Nachgeschmack und das nächste Vorhaben.