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Hier schreibt Alexander. Die Bilder sind echte Fotos von echten Touren, mit eigener Kamera, eigenem Weg, eigenem Wetter. Die Texte entstehen anders. Sie kommen aus dem, was ich erlebt habe, und aus einem Werkzeug, das ich seit zwei Jahren in meinen Alltag eingebaut habe. KI.

Diese Seite ist kein Tagebuch im klassischen Sinn. Sie ist ein Ort, an dem ich versuche, das festzuhalten, was beim Gehen, Fotografieren und Beobachten an mir vorbeizieht. Berge, Seen, leere Wege im November, das Licht am späten Nachmittag. Dazu Gedanken, die mir während des Gehens kommen und die ich später aufschreibe, manchmal erst Wochen danach.

Ich verschweige nicht, dass beim Schreiben eine KI dabei ist. Sie ist nicht der Autor. Sie ist mein Sparringspartner. Wer wissen will, wie genau die Arbeitsteilung aussieht, was hier echt ist und was Werkzeug, der liest weiter.

Die Bilder

Jedes Bild auf dieser Seite ist ein Foto, das ich selbst gemacht habe. Mit eigener Kamera, an einem konkreten Ort, zu einem konkreten Zeitpunkt. Ich nutze keine generierten Bilder. Wenn du auf dieser Seite einen Bergsee siehst, dann war ich dort. Wenn Schnee auf dem Bild liegt, lag er an dem Tag wirklich. Wenn die Wolken dramatisch aussehen, sahen sie so aus.

Das ist mir wichtig. Bildtreue ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Du siehst online viele Aufnahmen, die nie passiert sind, von Orten, die nie so aussahen, mit Lichtstimmungen, die das Modell sich ausgedacht hat. Bei mir nicht. Was du hier siehst, ist gewesen.

Was ich mache, ist klassische Bildbearbeitung. Ich entwickle die Rohdateien. Ich schneide. Ich passe Farben an. Das ist genau das, was Lightroom, Capture One oder die Dunkelkammer früher schon gemacht haben. Es ist kein Generieren, kein Erfinden. Es ist Auswählen, was ich gesehen habe.

Die Texte

Hier wird es interessanter. Die Texte sind ein Mischprodukt. Der Stoff kommt von mir. Was ich erlebt habe, was mir aufgefallen ist, welche Beobachtung ich aus einer Tour mitnehme. Das halte ich entweder in Stichpunkten in meinen Notizen fest, oder ich diktiere es während der Fahrt zurück nach Hause.

Dann setze ich mich an den Rechner und arbeite mit einem Sprachmodell daran weiter. Aktuell nutze ich Claude. Das Modell bekommt von mir den Stoff, den Ton, den Kontext. Es schlägt Formulierungen vor. Manchmal trifft es den Punkt sofort, manchmal kommen Sätze zurück, die mir nicht gefallen, dann verwerfe ich sie. Am Ende lese ich den Text mehrmals, bügle die Stellen, die nicht klingen wie ich, und veröffentliche.

Was die KI gut kann: sie sortiert lange Notizen. Sie erkennt Strukturen. Sie hilft mir, einen Gedanken in einen Satz zu bringen, ohne ihn zu verflachen. Sie macht keinen Müll, wenn ich ihr klar sage, was ich nicht will.

Was sie nicht kann: sie hat keine eigene Erfahrung. Sie war nie auf dem Jenner. Sie hat nie in den Schnee gefasst. Wenn ich ihr keinen Stoff gebe, schreibt sie generisch. Deshalb steht und fällt jeder Text mit dem, was ich an Beobachtung mitbringe. Die KI ist ein Verstärker, kein Inhaltsgeber.

Warum ich das offen sage

Es gibt eine Diskussion, ob Texte mit KI ehrlich sind. Ich finde, sie sind dann ehrlich, wenn drinsteht, dass ein Werkzeug beteiligt war, und wenn der Stoff von einem echten Menschen kommt. Beides gilt hier.

Wer einen Text liest, will wissen, ob da jemand mit eigener Erfahrung dahintersteht. Bei mir ja. Ich war auf den Touren. Ich habe die Bilder fotografiert. Ich habe die Gedanken gehabt. Was die KI tut, ist mich beim Übersetzen aus dem Stichpunkt-Kopf in lesbare Sätze unterstützen. Das ist Werkzeugarbeit. So wie Lightroom Werkzeugarbeit ist. So wie ein Wörterbuch früher Werkzeugarbeit war.

Die Frage ist nicht, ob KI im Spiel ist. Die Frage ist, ob der Mensch dahinter etwas zu sagen hat. Wenn ja, ist die KI ein Werkzeug. Wenn nicht, ist sie der ganze Text. Bei mir gilt das Erste.

Was du davon hast

Du bekommst Texte, die schneller entstehen, als sie früher entstanden wären. Vor der KI habe ich an einem Beitrag dieser Länge zwei Abende gesessen. Heute schaffe ich es an einem, manchmal weniger. Das heißt mehr Beiträge, mehr Aufmerksamkeit für Bilder, weniger Aufschieben.

Du bekommst Texte, die noch meine Stimme haben. Ich bügle nach. Wenn etwas zu glatt klingt, kürze ich. Wenn ein Wort nicht von mir käme, ersetze ich es. Das ist mein Filter, und der bleibt.

Und du bekommst Bilder, die du in dieser Form an keiner anderen Stelle siehst. Mein Auge, meine Touren, meine Tage. Keine Bildbörse. Kein generierter Output. Was du siehst, ist passiert.

Wenn du Fragen hast oder mir schreiben willst, mach das. Ich freue mich, wenn etwas hängenbleibt.

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