Bergseen fotografieren: Spiegelungen und das perfekte Setup
Ein ruhiger Bergsee am frühen Morgen ist für Fotografen das, was für Angler das Morgenbissen ist: die Stunde, für die man alles gibt. Perfekte Spiegelungen entstehen selten und vergehen schnell – aber wenn sie da sind, sind sie unschlagbar.
Wann sind Spiegelungen perfekt?
Voraussetzungen: Windstille, keine Strömung, horizontales Licht. Am zuverlässigsten ist die Fensterstunde direkt nach Sonnenaufgang – da ist der Wind meist noch nicht aufgekommen. Ich bin oft schon um 5 Uhr am See, setze mich ans Ufer und warte einfach.
Technische Einstellungen
Für Spiegelungsfotos nutze ich immer ein Stativ und Selbstauslöser. ISO 100, Blende f/8, Belichtungszeit je nach Licht. Ein Polfilter kann Reflexionen von Steinen unter der Wasseroberfläche herausrechnen – für Spiegelungen am Besten weglassen.
Komposition mit Spiegelung
Die klassische Regel: Horizont in der Mitte. Bricht man die übliche Drittel-Regel bewusst, entsteht eine symmetrische Komposition, die für Bergsee-Fotos einfach funktioniert. Probiert es aus.